Projekt

Bio-Milch-Kooperation

EinreicherIn

BREIT-HOLZAPFEL OEG

Reisdorf 2, 4092 Esternberg

T: 07714/6707

johann.holzapfel@uta1002.at

Projektbeginn

2000

TeilnehmerInnen

Betrieb Familie Breit und Betrieb Familie Holzapfel

Projektziel

Bessere Nutzung der Produktionsfaktoren, Erhöhung des Produktionsumfanges, Arbeitszeit- und Kostendegression

Projektinhalt/
Umsetzung

Beweggrund für eine Änderung der Ist-Situation auf den beiden Milchviehbetrieben war die unbefriedigende Freizeitsituation. Angeregt durch ein Seminar der OÖ Landwirtschaftskammer zum Thema „Kooperation“, beschlossen die zwei Betriebe eine gemeinsame OEG zu gründen. Eigentümer der OEG sind Herr Breit sowie das Ehepaar Holzapfel. Der OEG gehören der gesamte Viehbestand von 40 Milchkühen und 45 Stück Jungvieh, alle landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte sowie der neu errichtete Laufstall. Alle anderen Produktionsfaktoren (Boden, Milchquote, vorhandene Stallgebäude und Futtersilos) sind der OEG zur Nutzung überlassen. Gemeinsam werden nun 55 ha (20 ha Acker und 35 ha Grünland) biologisch bewirtschaftet. Die Arbeitszeit von ca. 4.450 Stunden im Jahr wird von Herrn Breit, seinen Eltern und dem Ehepaar Holzapfel bewältigt. Der Arbeitsablauf ist so gestaltet, dass ein/e GesellschafterIn „Frühdienst“ versieht, für die Fütterung aller Tiere zuständig ist und eine Woche lang die Hauptverantwortlichkeit für sämtliche Aufgaben im Stall hat. Am Abend verrichtet der/die andere GesellschafterIn die Stallarbeit und mit Beginn des Wochenendes wechseln sämtliche Aufgaben auf den/die andere GesellschafterIn. Erntearbeiten sowie alle anfallenden Arbeiten werden gemeinsam erledigt und unterschiedlich eingebrachte Produktionsfaktoren werden jährlich zum ortsüblichen Pachtpreis berechnet und ausgeglichen.

Angebot

Durch die Fusion und die entsprechende Planung der Arbeitsabläufe hat jeder/jede der GesellschafterInnen jedes zweite Wochenende frei, sowie das Anrecht auf drei Wochen Urlaub.

Was wurde
erreicht?

Durch die entstandene Betriebsgröße konnte die Belastung durch Maschinenkosten um ein Drittel verringert werden. Die Zusammenlegung erforderte kaum finanziellen Aufwand, wirkte sich aber durch das Einbringen von Wissen und Erfahrung mehrerer BetriebsführerInnen umgehend positiv auf das Betriebsergebnis aus. Für beide Familien wird ein akzeptables Einkommen erwirtschaftet.

Zukunftspläne

Das Ausmaß an verfügbarer Freizeit ist die wesentliche Errungenschaft der Kooperation und wird bei allen Fragen der Entwicklung vorrangig in die Überlegungen eingebunden. Wachstumsüberlegungen werden daher nur in Richtung Hereinnahme eines oder mehrerer weiterer GesellschafterInnen angestellt.

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