Projekt | Neuwirth Hof – Schaf- und Ziegenkäse |
EinreicherIn | Gottfried und Elfriede NEUWIRTH Wanzenau Nr. 17, 3573 Wanzenau T: 02985/2601 |
Zusatzinfos | Beginn: 1993, bio |
TeilnehmerInnen | Familie Neuwirth |
Projektziel | „Wiederbelebung“ eines alten landwirtschaftlichen Betriebes und Weiterführung im Vollerwerb |
Projektinhalt/ | Herr Neuwirt hatte ursprünglich weder einen landwirtschaftlichen Betrieb noch ein Grundstück dafür, sondern er arbeitete als Elektromeister. Sein Interesse galt aber immer schon der Landwirtschaft. So kaufte Familie Neuwirth 1988 ein stark renovierungsbedürftiges Bauernhaus mit 0,5 ha Grund. Begonnen wurde mit der Landwirtschaft, die von Anfang an biologisch geführt wurde, mit einigen Ziegen, Schafen, einem Schwein und Hühnern. Man mietete dafür Pachtflächen dazu. Zwei Jahre später bekam der Hof wieder eine landwirtschaftliche Betriebsnummer und war somit „wiederbelebt“. Mit der Milch der Ziegen und Schafe produzierte man Käse, der vollständig direkt vermarktet wurde. Mit der Käseproduktion leistete man in der Region Pionierarbeit, da die Käseherstellung dort keine Tradition hatte. Letztlich war es notwendig, noch ein paar mehr Ziegen und Schafe und sogar eine Kuh einzustellen. Seit 1993 wird der Hof (gesamte bewirtschaftete Fläche von etwas über 14 ha) im Vollerwerb geführt. Als Zusatzstandbein hat der Hof eine Imkerei mit 10 Bienenvölkern. Die Vermarktung erfolgt über verschiedene Bauernmärkte, Bauernläden, Gastronomie- und Heurigenbetriebe in der Region und Ab Hof-Verkauf. Wichtig ist die KundInnennähe und die Möglichkeit, spezielle KundInnenwünsche zu erfüllen (z.B. einem Heurigenbetrieb auch um 9 Uhr abends noch Käse zu liefern). |
Angebot | Weißschimmelkäse, Schnittkäse mit Rotschmierereifung, verschiedene Schaf- und Ziegenfrischkäsevariationen sowie Schafjoghurt. |
Was wurde | Den Beruf von Herr Neuwirth als Elektriker zu wechseln und Bauer zu werden; Einen nicht mehr bewirtschafteten, landwirtschaftlichen Betrieb wieder bis zum Vollerwerbsbetrieb aufzubauen; Anderen Bauern und Bäuerinnen Mut gemacht zu haben, auch als relativ kleiner Betrieb leben und wirtschaften zu können. |
Zukunftspläne | Der Hof soll nicht vergrößert werden, weil das ein Verlust an Lebensqualität bedeuten würde. |

