| Projekt: | Biowärme Weyer |
| Einreicher/in: | DI Franz HIMMELSTOSS Bahnpromenade 10, 3335 Weyer, ( 07355/6307, dreher.forst@utanet.at |
| Projektbeginn | 2001 |
| Teilnehmer: | 21 Waldbesitzer |
| Projektziel | Die in der Gemeinde vorhandenen Großabnehmer sowie eine Vielzahl kleiner Hausanschlüsse mit Fernwärme versorgen. |
| Projektinhalt / | Vier Forstverwaltungen und 17 bäuerliche Waldbesitzer aus den Gemeinden Weyer-Land und Gaflenz gründeten eine GesmbH & Co KG, um gemeinsam ein Biomasse-Fernheizwerk zu planen, zu errichten und zu betreiben. Der Gemeinderat beschloss, dass künftig alle öffentlichen Gebäude mit Fernwärme aus Biomasse beheizt werden. Zudem hatte man Anschlusszusagen anderer großer Wärmeabnehmer.
Das Waldhackgut wird aus minderwertigen Holzsortimenten erzeugt, die auf zentralen Plätzen im Wald gelagert, vorgetrocknet, zu Hackgut verarbeitet und zum Heizwerk gebracht werden. Das in Sägewerken anfallende Hackgut wird für die eigene Energiegewinnung verwendet oder an die Zellstoffindustrie verkauft. Die Betreiber garantieren, dass das Heizmaterial aus der Region bezogen wird und tragen mit den verkürzten Frachtdistanzen wesentlich zum Umweltschutz bei.
Das Heizwasser verlässt mit etwa 95 °C das Heizhaus. Die Wärmeenergie wird über Wärmeübergabestationen in den Abnahmeobjekten an das hausinterne Heizsystem übergeben. Das abgekühlte Wasser gelangt über das Rücklaufrohr wieder in die Heizzentrale und wird erneut aufgeheizt.
Mit dem Wärmeverteilnetz wurde ein Datenkabel mitverlegt über den jede einzelne Abnehmeranlage mit der Zentrale verbunden und visualisiert ist. Ebenso ist ein Rohr für Lichtwellenleiter mitverlegt, das in Zukunft eine erhebliche Verbesserung der Telekommunikation mit sich bringen wird. |
| Angebot | Fernwärme aus Biomasse, bessere Preise für minderwertiges Holz |
| Was wurde | Die Waldbesitzer können nun minderwertige Holzsortimente wie Abfallholz und Faserholz-Sekunda besser vermarkten. deutliche Gewinnsteigerung bei geringerem zeitlichen Mehraufwand
Durch die Verbrennungstemperaturen von 800 – 900 °C und die speziellen Elektrofilteranlagen sind die Schadstoffemissionen weitaus geringer als bei der unkontrollierten Verbrennung in einzelnen kleinen Heizanlagen, è jährliche Einsparung von ca. 1,5 Mio. Liter Heizöl è ca. 4.000 Tonnen weniger CO2 Ausstoß è Minderung des Treibhauseffektes
Bei der Auftragsvergabe zur Verwirklichung des Projekts wurden vorrangig einheimische Gewerbebetriebe berücksichtigt, die aus diesem zusätzlichen Geschäft eine erhebliche Umsatzerhöhung erfahren haben. |
| Zukunftspläne | Erweiterung des Fernwärmenetzes |

