| Projekt: | Erzeugergemeinschaft Donautal KG |
| Einreicher/in: | DI Fritz OBERMAIR |
| Projektbeginn: | 1996 |
| Teilnehmer: | 300 |
| Projektziel | Kooperation mit der heimischen Industrie, Nachfrageabdeckung im Zuge von Kapazitätsausweitungen. è Gründung der 1. bäuerlichen EZG im Bereich Pflanzenbau. Aufbau eines Status der Unverzichtbarkeit durch Verfügbarkeit von Qualität und Liefertreue, Rückgewinnung von bisher ungenutztem Terrain für Bauern aus der Region. |
| Projektinhalt / | Errichtung eines Proponentenkomitees (20 Bauern). Bündelung des Angebots von Stärkemais und -kartoffeln. Alleiniger Gesprächspartner für Abnehmer. Entwicklung zu einem der wichtigsten Stärkelieferanten der Fa. AGRANA (Anstieg des Anteils an Naßlieferware von ca. 2 auf 30 %, größter Lieferant von nicht-genmanipuliertem Mais – NO-GMO-Mais). Definition der Kriterien für Mitgliedschaft (bes. Liefergenauigkeit und Liefertreue. Durch Nutzung moderner Technologien (EDV, Internet, Handy) rasche und genaue Verfügbarkeit von Mengen (Argument gegenüber dem Industriepartner: just-in-time-Lieferbarkeit, kurze Entscheidungswege, Abdeckung von Produktionsdifferenzen und Ausfallsmengensicherheit). Nutzen- und Pflichtenausgleich zwischen den Mitgliedern ("Interner Ausgleich") durch Entwicklung eines eigenen EDV-Programms. Rechnerische Gleichstellung aller Teilnehmer, ohne daß diese ihre betrieblichen Gegebenheiten verändern müssen. EZG ist nicht gewinnorientiert, sämtliche verbleibenden Erlöse werden nach dem Gleichheitsprinzip an die Bauern weitergegeben. |
| Angebot | Stärkemais und Stärkekartoffeln für die Nahrungs- und Genußmittel-, die Papier-, Textil-, Pharma- und Kosmetikdindustrie. Nicht genmanpulierter Stärke-Mais (NO-GMO-Mais) für Produkte des Kindernahrungsbereiches. |
| Was wurde | Abfederung verschärfter Erzeugerrichtlinien. Erhaltung der Liefermöglichkeiten für Klein- und Nebenerwerbsbetriebe. Langfristige Partnerschaft mit der heimischen Industrie. Gesicherte Abnahme eines zentralen bäuerlichen Produktes durch Kontraktanbau. Positive Beeinflussung der Erzeugerpreissituation der gesamten Region. |
| Zukunftspläne | Ausbauen des Marktanteils. Zusätzliche Partnerschaften. Erweiterung des Produktionsangebotes und der Mengen. |

