| Projekt: | Hanfkornverarbeitung und –vermarktung |
| Einreicher/in: | Firma Novakorn Pertholzerstraße 7, 3860 Heidenreichstein, ( 02862/52325, 0664/2809123, siegl@nowakorn.at |
| Projektbeginn | 1995 |
| Teilnehmer: | Nowakorn Heidenreichstein |
| Projektziel | Entwicklung eines völlig neuen Lebensmittels für die gesundheitsbewusste Ernährung, Aufbau einer weltweiten Vermarktung, Förderung des Erwerbs und der Wirtschaft der Landwirte, Wiederbelebung des Anbaus der ältesten Kulturpflanze der Region, Förderung des Umweltbewusstseins, Verhinderung von Verwaldung |
| Projektinhalt / | Seit 1991 wird bei Nowakorn Raps zu Rapsöl gepresst. Mit der Freigabe des Hanfanbaues 1995 begann man die Ölgewinnungsanlage auch für die Erzeugung von Hanfnussöl zu nutzen. Das Hanfnussöl wird kaltgepresst und mechanisch filtriert. Leider konnte der Absatz des Hanföles nicht entsprechend dem Zuwachs der Anbauflächen gesteigert werden. Daher wurde 1997 die Idee geboren, so wie bei den Sonnenblumenkörnern die harte, spröde Schale mittels Schälung vom Hanfkorn zu trennen. Nach zwei- bis dreijähriger Entwicklung ist es gelungen weltweit die erste Hanfschälanlage zu entwickeln, mit welcher man nun 200.000 kg Hanfkorn verarbeitet.
Aus dem Hanfanbau ergeben sich diverse Nebenprodukte, die als Eiweißfuttermittel, recyclebare Autoteile und für die Dämmstoff und Faser verarbeitende Industrie verwendet werden.
Jeder Landwirt hat die Möglichkeit Hanfkorn für Nowakorn zu produzieren. In den letzten Jahren bauten zwischen 40 und 90 Landwirten Hanfkorn an. Nach der Ernte wird das Hanfkorn zur Übernahmestelle zur Trocknung gebracht. Danach erfolgt eine exakte Reinigung auf Lebensmittelqualität und der Transport zur Verarbeitungsstelle von Nowakorn. Über 90 % der Hanfkörner werden in der Hanfschälanlage verarbeitet, die restlichen 10 % werden für die Ölgewinnung verwendet. |
| Angebot | Bio-Hanföl, geschälte Bio-Hanfnüsschen, Bio-Hanfmehl, Bio-Hanf-Dinkel-Extrudat, Eiweißfuttermittel, Schalenteile (Heizmaterial, Füllmaterial für Polster und Matratzen) |
| Was wurde | Entwicklung der ersten Hanfkornschälanlage weltweit, Schaffung neuer Produkte und Vermarktung weltweit (80 % Export), Bezahlung des doppelten Weltmarktpreises für Hanfkorn an die Bauern, Hanfnebenprodukte werden gern als Eiweißweißfuttermittel eingesetzt, Produktionssteigerung, Hanfanbauer konnten Strohvertrag mit Firmen wie Waldland, Hanf-Dämm-System, Riegler-Nurscher und Hanfproduktions GmbH abschließen, Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, Hanf als nachwachsender Rohstoff verringert den Ausstoß von CO2 |
| Zukunftspläne | neue Sorten testen, Kornerträge steigern, Anteil an Gamma-Linolensäure im Hanföl erhöhen, Aufbau einer eigenen Saatzucht, Haltbarkeit erhöhen, bessere Vermarktung und Werbung, Absatzmärkte sichern bzw. steigern |

