Projekt

Raps – Treibstoff der Zukunft

EinreicherIn

Ing. Günter HASIWEDER

Hofmark 5, 4962 Mining  

T: 07723/75330 und F: 07723/7533-18

guenter.hasiweder@maschinenring.at

Projektbeginn

2002

TeilnehmerInnen

88 LandwirtInnen in elf Mitgliedsgemeinden

Projektziel

Erzeugung von reinem Rapsöl (kein RME-Biodiesel) und Einsatz als Treibstoff in den landwirtschaftlichen Dieselmotoren;

In landwirtschaftlichen Kreisläufen denken und danach arbeiten.

Projektinhalt/
Umsetzung

Die beteiligten LandwirtInnen bewirtschaften eine durchschnittliche Nutzfläche von 30 ha. Diese LandwirtInnen haben pro ha eine ca. 6-PS Ausstattung. Das bedeutet: pro Jahr verbrauchen die beteiligten LandwirtInnen ca. 344.400 Liter Treibstoff. In den elf Mitgliedsgemeinden werden pro Jahr ca. 600 ha Raps angebaut, was ca. 600.000 Liter Treibstoff ergibt. Das Rapsöl wird auf einem der beteiligten Betriebe mit einer Schneckenpresse hergestellt. Um dieses Öl als Treibstoff nützen zu können war/ist eine Umrüstung der Dieselmotoren notwendig, da es sich hier nicht um Biodiesel (RME), sondern um reines Rapsöl handelt. Seither ist die Verbrauchsmenge des Pflanzenöls im Vergleich zu Dieselmenge geringer und gleichzeitig ist die Motorleistung bei den meisten Motoren um 2-4% höher als vor der Umrüstung. Gleichzeitig kann der Pressrückstand des Rapses als Eiweißfutter verwertet werden. Das ganze Projekt ist so angelegt und geplant, dass es an jedem anderen Ort in Österreich genauso durchgeführt und kopiert werden kann.

Angebot

Treibstoff von den eigenen landwirtschaftlichen Flächen und damit keine Abhängigkeit von Ölkonzernen. Außerdem hat Pflanzenöl keinerlei Umweltauflagen bezüglich der Lagerung und dem Transport.

Stilllegungsflächen werden aufgewertet.

Eiweißfutter von den eigenen Flächen – keine Abhängigkeit vom Weltmarkt.

Was wurde
erreicht?

Die beteiligten LandwirtInnen nützen nun alle Rapsöl als Treibstoff. Außerdem läuft seit Oktober 2003 ein so genanntes „35-Traktoren-Programm“ von Agrar Plus, an denen die Bundesländer OÖ, NÖ, Burgenland und das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft teilnehmen und wissenschaftlich von der Bundesanstalt Wieselburg (BLT Biomass – Logistics – Technology) begleitet werden. Es wird dabei der Einsatz von Rapsöl genau untersucht.

Zukunftspläne

 

© Agrar.Projekt.Preis, T: 043/1/53441-8555, E: app@lk-oe.at