Projekt:

Tiroler Grauvieh-Almochs

Einreicher/in:

Ing. Otto HAUSEGGER

Brixner Straße 1, 6020 Innsbruck, ( 0512/5929248 

grauvieh@lk-tirol.at, www.tiroler-grauvieh.at

   Projektbeginn

1992

 Teilnehmer:

331 Bauern mit Vertrag

Projektziel

Etablierung eines tirolweiten Markenfleischprogramms unter besonderer Berücksichtigung der Eigenheiten des Produktionsgebietes, der Wirtschaftsweise der Bauern sowie der Eigenheiten einer gefährdeten Rinderrasse.

Projektinhalt /
Umsetzung

Gemeinsame Vermarktung von Rindfleisch von einer heimischen Rinderrasse, deren Qualitäten geschätzt werden. Durch die Koordination und Kooperation wird eine einheitlichere und gesicherte Qualität erzielt. Saisonale und umweltbedingte (BSE/MKS) Preisschwankungen sollen verhindert bzw. ausgeglichen werden.

 

Die teilnehmenden Betriebe sind vertraglich an die Produktionsrichtlinien des Tiroler Grauviehzuchtverbandes gebunden. Sie erhalten möglichst viel Auslauf und werden mindestens einmal gealpt. Für die Reifefütterung (Endmast) wurde eine eigene Getreidemischung entwickelt. Als Grauviehochsen kommen nur reinrassige Tiroler Grauviehochsen mit einem Alter von weniger als 30 Monaten in Frage.

 

Es gibt eine Datenbank, in der alle Tiere erfasst sind. Der Bauer ist verpflichtet, die Tiere mit einem Alter von höchstens 6 Monaten zu melden. Weiters werden sie laufend vom Verband beraten und informiert, wobei zweimal im Jahr eine Leistungs- und Qualitätskontrollekontrolle durchgeführt wird. Um entsprechende Kontinuität in der Vermarktung zu haben, wird auf Grund der erhobenen Daten der Tiere ein Vermarktungsplan erstellt.

 

Das Fleisch wird über eine Tiroler Firma vermarktet, die bereit war, die Tiere garantiert für mindestens drei Jahre abzunehmen und eine relative Preisgarantie abzugeben. Im Gegenzug verpflichtete sich der Tiroler Grauviehzuchtverband, das Fleisch exklusiv an die Firma zu vermitteln.

Angebot

Die Bauern beteiligen sich am Markenfleischprogramm und bieten somit den Konsumenten ein besonderes Fleisch als saisonales Produkt von November bis Juli vom Tiroler Grauvieh an.

Was wurde
erreicht?

Mittlerweile beteiligen sich 331 Bauern. Im Jahre 2002 wurden 301 Ochsen vermarktet, das ist eine Steigerung von 39 % gegenüber 2001 bzw. 2000. Bedingt durch das geringere Angebot an Zuchttieren konnten beim Tiroler Grauvieh deutlich höhere Preise erzielt werden. Die Anzahl der Betriebe, die Tiroler Grauvieh halten, ist im Steigen begriffen. Dadurch ist die Bewirtschaftung des Berggebietes gesichert und der Gefährdungsgrad der Rasse stabilisiert.

Zukunftspläne

Es wird überlegt, dieses Programm auch auf andere Kategorien (Kälber, Jungkühe) auszubauen.

 

 

 

© Agrar.Projekt.Preis, T: 043/1/53441-8555, E: app@lk-oe.at